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Europa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Europa (griechisch , Evrópi, altgriechische Aussprache Euro-'pe-; Näheres zum Namen weiter unten unter Name Europa) ist das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse und wird historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet, obwohl es eigentlich ein Subkontinent ist, der mit Asien zusammen einen Kontinent bildet. Insgesamt hat Europa eine Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent. Dennoch besitzt Europa mit rund 680 Millionen Einwohnern mehr Einwohner als jeweils Australien, Nord- oder Südamerika. Die geografische Ausdehnung erstreckt sich nach gängiger Definition vom Nordmeer und dem Atlantischen Ozean im Norden und Westen bis zum Ural und Mittelmeer im Osten und Süden. Der Kontinent besteht zurzeit politisch aus 46 souveränen Staaten. 27 davon sind Mitglied der Europäischen Union.

Geographie

Europa hat keine eindeutigen geographischen, geologischen oder plattentektonischen Grenzen. Deshalb sind die 'Grenzen Europas' eine Frage gesellschaftlicher Übereinkunft. Im Folgenden wird bezüglich der östlichen Grenzen Europas die Definition von Strahlenberg verwendet.

Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands liegt in Knivskjellodden (Norwegen), der südlichste in Tarifa (Spanien) und der westlichste in Cabo da Roca (Portugal). Die Nord-Süd Ausdehnung beträgt etwa 3800 Kilometer. Von West-Ost bzw. von Ost nach West Ausdehnung erstreckt sich Europa in etwa 6000 Kilometer, vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals.

Klima

Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Neapel beträgt beispielsweise 16 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende New York 12 °C erreicht.

Schwankungen der Temperatur innerhalb eines Jahres sind in den größten Teilen des Erdteils relativ gering. Kühlen Winter stehen milde Sommer gegenüber. Nur in Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichenden Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend.

Durch die Erdrotation und der damit verbundenen ablenkenden Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost- und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt. Gebirge beeinflussen die Niederschlagsmenge ebenfalls stark. So zählen Teile der nordwestlichen Alpen zu den niederschlagsreichsten Gebieten Europas, während zentrale Alpentäler vergleichsweise trocken sind. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere für Regenfronten.

In Gebieten nahe dem Mittelmeer herrscht überwiegend mediterranes Klima, das heißt trockene und heiße Sommer, während es im Winter mild und feucht ist. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufigen Niederschlag mit. Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag. So kann es z. B. auch sein, dass in Lappland noch Schnee liegt, während in Sizilien über Sommerhitze geklagt wird, es auf den Shetlandinseln andauernd regnet und Andalusien von jahrelanger Trockenheit geplagt wird.

Flora und Fauna

Die Vegetation in Europa lässt sich anhand des Klimas grob in vier Zonen einteilen: arktisch, boreal, gemäßigt und mediterran. Durch Jahrtausende lange Nutzung ist die ursprüngliche Vegetation Europas in der gemäßigten und mediterrane Zone bis auf winzige Reste vernichtet. In Norden Europas sind in der arktischen Tundra nur Sträucher, Moose und Flechten zu finden. Weiter südlich schließen sich in Skandinavien und dem nördlichen Russland boreale Nadelwälder an (vorwiegend aus Fichten und Kiefern), in die ausgedehnte Moore eingebettet sind. In der gemäßigten Zone würden zwischen dem Atlantischen Ozean und den Karpaten unter natürlichen Bedingungen vor allem durch Rotbuchen geprägte Laubwälder wachsen, in den wärmsten Tieflagen auch solche mit sommergrünen Eichen und Hainbuchen. Östlich vom Verbreitungsgebiet der Rotbuche, etwa ab der Weichsel und dem Dnjestr bis zum südlichen Uralgebirge, wären Mischwälder ausgebildet, in denen Stieleiche, Winterlinde, Waldkiefer und - im Übergang zur nördlich anschließenden Nadelwaldzone - die Fichte die wichtigste Rolle spielen. Nach Süden schließt an diese Mischwaldzone nördlich vom Schwarzen Meer eine Region an, in der unter natürlichen Bedingungen Steppenvegetation ausgebildet wäre.

Auch der Mittelmeerraum war ursprünglich weitgehend bewaldet. Dort wäre die Vegetation ohne menschliche Einwirkung von mediterranen Hartlaubwald geprägt, der von immergrünen Eichenarten (v.a. Steineiche) beherrscht wird, in den südlichsten und wärmsten Lagen auch mit starker Beteilung von Olivenbäumen, Pistazien und Kiefern. In den kühleren Lagen des Mittelmeergebiets spielen aber auch verschiedene sommergrüne Eichenarten, etwa die Flaumeiche, eine große Rolle. In den mittleren und höheren Lagen der Gebirge ist die ursprüngliche Vegetation besser erhalten als in den Tieflagen. Hier sind auf relativ kleinem Raum mehrere einander überlagernde Höhenstufen ausgebildet, wobei in Abhängigkeit vom Klima die einzelnen Komponenten einer solchen Höhenstufenzonierung sehr unterschiedlich sein können. In den Bergwäldern der mittleren oberen Höhenlagen sind neben der Rotbuche vor allem Tannen- und Kiefernarten, in den nördlicheren Gebirgen auch Fichte und Lärche von Bedeutung. Oberhalb der Waldgrenze sind in den Gebirgen Zwergstrauchheiden, alpine Rasen, und im Mittelmeerraum auch Dornpolstervegetation zu finden. Nach oben zu wird die geschlossene Vegetation von einzeln wachsenden Fels- und Schuttpflanzen abgelöst.
Heute ist der größte Teil Europas durch agrarische Nutzung geprägt, die verbliebenen Wälder werden intensiv forstlich genutzt. Geringer vom Menschen beeinflusste Bereiche gibt es vor allem in den höheren Lagen der Gebirge.

Große Raubtiere wie Bär, Wolf oder Luchs sind nur noch im Norden oder Osten in größeren Beständen zu finden. Im äußersten Norden Europas finden sich Rentiere, Elche kommen im Norden und Osten noch relativ häufig vor. Nach seiner Ausrottung wurde der Wisent aus Zoobeständen wieder in Osteuropa ausgewildert. Rothirsch, Reh und Wildschwein findet man in den meisten Regionen Europas. Eine typisch europäische Großtierart ist die Gämse, die außerhalb der europäischen Gebirge nur in Kleinasien und den asiatischen Teilen des Kaukasus verbreitet ist. In Alpen, Pyrenäen und im Kaukasus leben verschiedene Arten des Steinbocks. Die Saigaantilope war noch im Mittelalter bis in die Ukraine verbreitet, heute ist sie in Europa auf Gebiete am Unterlauf der Wolga beschränkt. Viele Arten sind schon vor Jahrhunderten ausgerottet worden (Ur, Tarpan). Auch der Bestand an Greifvögeln, wie Steinadler, Seeadler und Gänsegeier ist in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert worden. Nur in Südeuropa gibt es aufgrund des warmen Klimas eine größere Artenzahl an Eidechsen, Schlangen und Schildkröten. An der Küste leben Seehunde und andere Robbenarten. In den nördlichen Meeren sind die bekanntesten Wale Schwertwal und Schweinswal im Mittelmeer verschiedene Delfinarten. Die bekanntesten Salzwasserfische sind Heringe und verschiedene Thunfischarten.

Siehe auch folgende Artenlisten: Säugetiere Europas, Amphibien Europas im Artikel Amphibien, Süßwasserfische Europas,

Bevölkerung

Europa hat mit etwa 680 Millionen Einwohnern nach Asien und Afrika die drittgrößte Bevölkerungszahl aller Kontinente und gehört zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt etwa 65 Einwohner/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.

Neue Untersuchungen (2006) zeigen, dass der Genpool der Bevölkerung Europas nicht einheitlich ist, sondern sich in zwei große genetisch unterscheidbare Gruppen aufspaltet. Hierbei stammen die Vorfahren der einen Gruppe hauptsächlich aus nordeuropäischen Ländern, wie England, Irland, Schweden und aber auch der Ukraine, die zweite Gruppe dagegen setzt sich aus Menschen zusammen, deren Ahnen vorwiegend aus Südeuropa stammen, also vor allem aus Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien (siehe auch: Wo Europa gespalten ist).

Reisen Europa

Sprachen

Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen, sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.

Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland.

Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine Turksprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa vor, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch ein Vertreter der mongolischen Sprachfamilie in Europa gesprochen.

Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.

Bezogen auf die Zahl der Bewohner ist in Europa das lateinische Alphabet am gebräuchlichsten, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und Teilen Bosniens und der Herzegowina) und dem griechischen Alphabet. Die lateinische Sprache hat durch die römisch-katholische Kirche bis in die Neuzeit als Schrift des Kontinents überleben können. Ärzte und Apotheker verwenden innerhalb ihres Berufstandes noch lateinische Wörter für Fachausdrücke.

Religionen

Etwa 75 % der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox).

8 % sind Muslime, wobei die meisten Muslime in den europäischen Teilen Russlands (25 Millionen) leben, daneben im europäischen Gebiet der Türkei (5,9 Millionen), Frankreich (5,5 Millionen), Deutschland (3,2 Millionen), Bosnien-Herzegowina (2,2 Millionen), Albanien (1,4-2,5 Millionen[1]), im Vereinigten Königreich (1,5 Millionen) und Italien (1 Million).

Weniger als 1 % der europäischen Bevölkerung sind Juden (knapp 2 Mio.). Andere Religionen (Hinduismus, Buddhismus etc.) sind ebenfalls mit weniger als 1 % vertreten.

Etwa 17 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in Estland, Tschechien, Niederlande, Russland und Ostdeutschland, sonst v.a. in den Städten.

Die alleinige Konfessionszugehörigkeit sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Grad der Religiosität in einem Land aus. Nach der European Values Study bezeichneten sich ca. ein Drittel der Europäer als unreligiös, 5 % als überzeugte Atheisten.

Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel aus, wurde aber im Zuge der „Reconquista“ vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.

Bildung und Kultur

In allen Staaten Europas gibt es eine Schulpflicht oder mindestens eine Bildungspflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt in den meisten Ländern vier bis fünf - in wenigen Staaten auch sieben oder acht Jahre. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten.

Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Wien, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.

Städte und Metropolen

Lissabon war eine der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt, da sie in Zeiten des Imperialismus, Zentrum eines großen Kolonialreiches war. Noch 1950 befanden sich vier Städte der heutigen Europäischen Union unter den zwanzig größten der Welt, seitdem wachsen die europäischen Städte kaum noch, verlieren teilweise an Einwohnerzahlen. Diese vier größten heutigen EU-Städte waren London auf dem zweiten Platz hinter New York, Paris auf dem vierten Platz hinter Tokio sowie Mailand und Neapel, die noch Platz 13 und 19 belegten.

Doch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts holten die Städte der restlichen Welt, besonders die der Entwicklungsländer, z. B. Mexiko-Stadt, Manila oder São Paulo, bei den Einwohnerzahlen auf und führen jetzt die Tabelle der Welt an.

Problematisch beim Vergleich der Metropolen ist die in Deutschland übliche Abgrenzung anhand der Gemeindegrenzen, da andere Staaten dies in ihren Statistiken nicht tun (z. B. USA, Frankreich, Australien, Großbritannien). Daher fehlen in der unteren Auflistung der Metropolen polyzentrische Stadtregionen wie Rhein-Ruhr und Rhein-Main in Deutschland oder das oberschlesische Industriegebiet in Polen.

Städte mit mehr als 1,5 Mio. Einwohnern in Europa
Rang Stadt Staat Einwohnerzahl in Mio. Einwohnerzahl mit Ballungsraum in Mio.
1 Moskau Russland Russland 10,4 13,8
2 Istanbul* Türkei Türkei 10,0 12,7
3 London Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 7,4 12,0
4 Sankt Petersburg Russland Russland 4,8 5,3
5 Berlin Deutschland Deutschland 3,4 4,2
6 Madrid Spanien Spanien 3,1 5,3
7 Kiew Ukraine Ukraine 2,7 3,3
8 Rom Italien Italien 2,6 3,8
9 Paris Frankreich Frankreich 2,1 11,5
10 Bukarest Rumänien Rumänien 1,9 2,2
11 Hamburg Deutschland Deutschland 1,7 2,6
12 Minsk Weißrussland Weißrussland 1,7 1,7
13 Budapest Ungarn Ungarn 1,7 2,4
14 Warschau Polen Polen 1,7 2,4
15 Wien Österreich Österreich 1,7 1,9
16 Barcelona Spanien Spanien 1,6 3,9
* liegt auf der Grenze zwischen Europa und Asien, der alte Stadtkern gehört zum europäischen Teil

Name Europa

Der Name „Europa“ lässt sich in Europa selbst am weitesten in Form der griechischen ?????? zurückverfolgen: Hier wurde Euro-'pe- meist als Kompositum aus altgriechisch ?????, eurís, „weit“ und ??, ops, „Sicht“, „Gesicht“ aufgefasst, daher Euro-'pe-, „die [Frau] mit der weiten Sicht“.

Der griechischen Sage nach war dies der Name einer phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. Dieser Name stammt nach Auffassung einiger[2] aus einer semitischen Sprache und wurde dann gräzisiert, z. B. aus akkadisch erebu, „sinken“, „untergehen“ (in Bezug auf die Sonne) analog zu „Orient“[2] oder aus phönizisch erob, „dunkel“, „Abend“; daher auch „Abendland“. Auch das hebräische Wort ereb bedeutet soviel wie „Dunkel“ oder „Abendland“.

Man findet auf assyrischen oder auch auf den iberischen Denkmälern in inhaltlichen Unterschieden niedergeschrieben:

* „dem Land der aufgehenden Sonne“ je nach Sichtweise,
* „dem Land der Dunkelheit“ oder „der untergehenden Sonne“.

Politik

Folgende 46 Staaten liegen in Europa, beziehungsweise haben einen Teil ihres Territoriums in Europa:

* Albanien Albanien (Hauptstadt Tirana)
* Andorra Andorra (Hauptstadt Andorra la Vella)
* Belgien Belgien (Hauptstadt Brüssel)
* Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina (Hauptstadt Sarajevo)
* Bulgarien Bulgarien (Hauptstadt Sofia)
* Dänemark Dänemark (Hauptstadt Kopenhagen)
* Deutschland Deutschland (Hauptstadt Berlin)
* Estland Estland (Hauptstadt Tallinn)
* Finnland Finnland (Hauptstadt Helsinki)
* Frankreich Frankreich (Hauptstadt Paris)
* Griechenland Griechenland (Hauptstadt Athen)
* Irland Irland (Hauptstadt Dublin)
* Island Island (Hauptstadt Reykjavík)
* Italien Italien (Hauptstadt Rom)
* Kasachstan Kasachstan (Hauptstadt Astana)
* Kroatien Kroatien (Hauptstadt Zagreb)
* Lettland Lettland (Hauptstadt Riga)
* Liechtenstein Liechtenstein (Hauptstadt Vaduz)
* Litauen Litauen (Hauptstadt Vilnius)
* Luxemburg Luxemburg (Hauptstadt Luxemburg)
* Malta Malta (Hauptstadt Valletta)
* Mazedonien Mazedonien (Hauptstadt Skopje)
* Moldawien Moldawien (Hauptstadt Chis,ina(u)
* Monaco Monaco (Hauptstadt Monaco)
* Montenegro (Hauptstadt Podgorica)
* Niederlande Niederlande (Hauptstadt Amsterdam)
* Norwegen Norwegen (Hauptstadt Oslo)
* Österreich Österreich (Hauptstadt Wien)
* Polen Polen (Hauptstadt Warschau)
* Portugal Portugal (Hauptstadt Lissabon)
* Rumänien Rumänien (Hauptstadt Bukarest)
* Russland Russland (Hauptstadt Moskau)
* San Marino San Marino (Hauptstadt San Marino)
* Schweden Schweden (Hauptstadt Stockholm)
* Schweiz Schweiz (Hauptstadt Bern)
* Serbien (Hauptstadt Belgrad)
* Slowakei Slowakei (Hauptstadt Bratislava)
* Slowenien Slowenien (Hauptstadt Ljubljana)
* Spanien Spanien (Hauptstadt Madrid)
* Tschechien Tschechien (Hauptstadt Prag)
* Türkei Türkei (Hauptstadt Ankara)
* Ukraine Ukraine (Hauptstadt Kiew)
* Ungarn Ungarn (Hauptstadt Budapest)
* Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (Hauptstadt London)
* Vatikanstadt Vatikanstadt (Hauptstadt Vatikanstadt)
* Weißrussland Weißrussland (Hauptstadt Minsk)

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Gemeinschaft -der heutigen EU- einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 70er und teilweise in die 80er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden.

Seit dem 1. Januar 1999 gilt in 12 Staaten der EU der Maastricht-Vertrag, mit dem diese Länder eine Währungsunion bilden und somit ihre jeweiligen Landeswährungen abschafften und am 01. Januar 2002 den Euro als einziges gesetzliches Zahlungsmittel einführten. Am 01. Januar 2007 trat auch Slowenien der Währungsunion bei.

Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, gewinnbringender Landwirtschaft und einem boomenden Dienstleistungssektor. Die Industrie und die Dienstleistung konzentriert sich vor allem auf die Ballungsgebiete. In den meisten Staaten Europas ist das Problem nicht mehr der Mangel an Nahrungsmitteln, sondern die Überproduktion und die Fettleibigkeit. Ausfuhrgüter sind vor allem Maschinen, Stahl, Computerbedarf und Autos. Einfuhrgüter sind unter anderem Kakao, Tee, Kautschuk, Erdöl, Erdgas und Erze.

Artikel Europa. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Mai 2007, 08:42 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Europa&oldid=31424316 (Abgerufen: 7. Mai 2007, 08:25 UTC)

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