Als junger Mann, weit zurück im vorigen Jahrtausend, hatte
ich meine ersten Fotos gemacht. Mein Vater, auch ein heftiger
Fotograf, hatte von irgendwo massenhaft Filme bekommen, die
waren auf einer großen Rolle, die mußte man sich
dann abschneiden und in die Kleinbildpatrone einfädeln.
Das war ein bissl umständlich, hat aber fast nix gekostet.
Also hab ich wie ein wilder fotografiert, in einem Urlaub zwanzig
Filme, war ganz normal. Um das Ganze weiterhin preisgünstig
zu gestalten, habe ich die Negativfilme selbst entwickelt und
auch die Papierabzüge selbst in der Dunkelkammer ausgearbeitet.
Das waren selbstverständlich Schwarzweißfotos, da
konnte man noch selbst was machen. Später als dann die
Farbfotos aufkamen, war das theoretisch auch noch möglich,
aber doch sehr viel komplizierter und auch teurer, so daß
sich diese Arbeit nicht mehr auszahlte.
In den Sechzigern kam dann das Filmen mit Super 8 auf und wurde
rasch sehr populär. Da sind dann ewig Unmengen dieser kleinen
Kassetten herumgelegen, die dann irgendwann mühsam zu einem
kompletten Film zusammen geschnitten wurden. Viel Bearbeitungsmöglichkeiten
gabs da nicht.
Ungefähr zwanzig Jahre später wurde dann das Videofilmen
für Amateure sehr schnell populär und bald gab es
auch mit den damals auch auftauchenden HeimComputern immer bessere
Möglichkeiten der Bearbeitung.
Heute sind die Möglickeiten des Fotografierens und des
Filmens unglaublich vielfältiger als noch vor wenigen Jahren.
Der Siegeszug der Digitalkameras hat das Fotografieren auf eine
ganz neue Basis gestellt. Heute kann ich hundert Aufnahmen machen,
sie Minuten später im Computer speichern und bearbeiten
und weitere Minuten später im Internet ausstellen, oder
einem Freund am anderen Ende der Welt senden.
Mit Hilfe komfortabler Software kann man sowohl die digitalen
Fotos als auch Videofilme weitest gehend bearbeiten und so in
kurzer Zeit ganz tolle Ergebnisse erzielen.